Planung und Vorbereitung für den Brautstrauß

Traditionell wählt der Bräutigam den Brautstrauß aus und überreicht ihn seiner Braut vor der Kirche. Doch inzwischen kümmern sich eigentlich die meisten Bräute lieber selbst darum. Nicht etwa, weil Sie Ihrem Liebsten nicht zutrauen würden, einen schönen Brautstrauß auszuwählen, sondern vielmehr deswegen, weil die Ansprüche gestiegen sind. Der Brautstrauß soll heutzutage nicht nur hübsch aussehen, sondern auch zum Brautkleid passen und der Braut schmeicheln. Ihr muss er gefallen, denn sie ist diejenige, die den Brautstrauß letztendlich den ganzen Tag mit sich herumträgt. Außerdem soll der Brautstrauß mit den restlichen Brautaccessoires harmonieren. Sollen Blüten für die Brautfrisur verwendet werden, ist es natürlich besonders schön, wenn das Thema des Brautstraußes sich im Blütenschmuck wiederfindet. Unser Tipp daher: Werfen Sie die „Brautstrauß-ist-Bräutigam-Sache“-Tradition getrost über Bord!

Brautstrauß
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Termin für die Absprache früh festlegen

Sobald der Termin für die Hochzeit feststeht, können Sie Ihren Floristen informieren. Dabei werden Sie zunächst einmal eine ungefähre Vorstellung vermitteln. Der Blumen-Spezialist kann Ihnen dann schon erste Auskünfte zum Brautstrauß über den Arbeitsaufwand, das Material und den etwaigen Preis geben.
Vereinbaren Sie bei diesem ersten unverbindlichen Treffen einen festen Termin für die finale Absprache zum Brautstrauß. Dieser Termin sollte rechtzeitig vor der Hochzeit sein, aber idealerweise dann, wenn Sie Ihr Brautkleid bereits ausgewählt haben. Können Sie sich Blütenschmuck im Haar gut vorstellen? Dann wäre es gut, Sie legen den Termin ca. eine Woche vor das Probe-Stylen, den Sie bei Ihrer Hochzeitsfriseurin oder Ihrem Hochzeitsfriseur vereinbaren. So können Sie dafür im Blumengeschäft einige Testblüten bestellen, die sie dann pünktlich zum Probe-Styling abholen und mitnehmen können. Ihre Stylistin wird es Ihnen danken, denn so kann Sie in Ruhe überlegen und ausprobieren, welche Position für den Blütenschmuck am besten ist und wie sie ihn gut befestigen kann – denn am Hochzeitsmorgen bleibt für Experimente wenig Zeit – da muss jeder Handgriff sitzen.
Eine genaue Absprache zum gewünschten Brautstrauß reicht im Normalfall 3 bis 4 Wochen vor dem Hochzeitstermin. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit, denn eine gute Beratung kann schon einmal ein bis zwei Stunden dauern.

Die wichtigsten Gedanken zum Brautstrauß

Eine genaue Absprache zum gewünschten Brautstrauß reicht im Normalfall 3 bis 4 Wochen vor dem Hochzeitstermin. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit, denn eine gute Beratung kann schon einmal ein bis zwei Stunden dauern.

Farben:

Jede Braut hat eine oder mehrere Lieblingsfarben. Meist spiegelt sich das auch im Brautstrauß bei der Hochzeit wider. Fakt ist: Kräftige Farben wie Dunkelrot, Violett und Pink ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Diese Sträuße wirken dominant, wie ein Eyecatcher auf dem weißen Brautkleid. Vorsicht, wenn das Kleid auch farbige Details hat. Hier heißt es perfekt aufeinander abstimmen. Ansonsten lieber etwas Zurückhaltung walten lassen, damit sich Brautkleid und Brautstrauß nicht gegenseitig die Schau stehlen.

Hilfreich ist auch die gedankliche Einbeziehung des sonstigen Blumenschmuckes. Dieser orientiert sich farblich am Brautstrauß. Das heißt, auch in der Tischdekoration und auf dem Hochzeitsauto sollten die Blumen aus dem Brautstrauß wiederkehren.

Formen:

Der Brautstrauß wird besonders festlich zusammengestellt und gesteckt. Die bekanntesten Formen sind Klassischer Biedermeier, Zepterstrauß und Tropfenstrauß. Die Form vom Brautstrauß muss passen: zur Körpergröße der Braut, zum Stil des Brautkleides und auch zu einem eventuellen Thema der Hochzeit.

Großer Beliebtheit erfreuen sich zurzeit auch Brautsträuße im Vintage- oder Boho-Stil. Wer es etwas ausgefallener mag, entscheidet sich für einen Korbstrauß. Bei dieser – eher ungewöhnlichen – Form des Brautstraußes sind die Blüten festlich in einem Korb arrangiert, der von der Braut getragen wird.

Bedeutung der Hochzeitsblumen:

Bestimmten Blumen und bestimmten Farben werden eine besondere Symbolik nachgesagt. Es muss nicht stimmen, aber was, wenn doch? Für alle abergläubigen Brautleute, die es sich mit dem Schicksal lieber nicht verscherzen wollen, hier ein kleiner Überblick:

  • Efeu: Treue
  • Lilie: Reinheit
  • Rote Rosen: wahre Liebe
  • Weiße Rosen: Unschuld
  • Rosa Rosen: junge Liebe
  • Maiglöckchen: Glück
  • Chrysantheme, Teerose: Beständigkeit/Wahrheit
  • Rote Nelke: Leidenschaft
  • Schleierkraut: Unschuld
  • Sonnenblume: Fröhlichkeit
  • Iris: Kreativität
  • Gerbera: Freude
  • Callas: Schönheit
  • Rosmarin: Fruchtbarkeit
  • Myrte: Lebenskraft


Wenn Ihnen wichtig ist, was ihr Brautstrauß durch die Blume sagt, dann sollten Sie Erika meiden, die für Einsamkeit stehen, aber auch Narzissen, die als Sinnbild für Eitelkeit und Egoismus bei einer Eheschließung nichts zu suchen haben sollten. Einen großen Bogen sollten Sie auch um gelbe Nelken machen, da sie angeblich Verachtung symbolisieren sollten.

Fragen an den Floristen

  • Welche Blumen blühen zu unserem Hochzeitstermin?
  • Haben Sie Fotos von Brautsträußen, die Sie schon mal angefertigt haben?
  • Welche Blumen sind besonders geeignet und robust?
  • Wie viel wird der Brautstrauß kosten?
  • Kostet der Wurfstrauß genauso viel wie der Brautstrauß?
  • Um welche Uhrzeit kann der Brautstrauß abgeholt werden?
  • Wie kann der Brautstrauß konserviert werden?

 

Fertigen Sie auch:

- Den Anstecker für das Revers des Bräutigams?
- Wie wird der befestigt (Nadel oder Magnet?)
- Tischschmuck?
- Werden Vasen kostenlos verliehen oder müssen wir uns selbst um Vasen kümmern?
- Raumdekoration wie Girlanden oder Kugelblumen?
- Blumenschmuck fürs Hochzeitsauto?
- Blumenkränze für die Blumenkinder?
- Blumendeko für die Kirche?
- Blumendeko für das Buffet?
- Blumendeko für die Brautjungfern?
- Blütenschmuck für die Brautfrisur?
- Kann ich diese Blüten zum Probestecken vorbestellen?

12 wichtige Informationen für den Floristen:

  • Wann ist der Hochzeitstermin?
  • Wie hoch ist das Budget für den Brautstrauß?
  • Welche sind Ihre Lieblingsblumen?
  • Wie sieht das Brautkleid aus, Schnitt und Farbe?
  • Welche Farbe hat der Anzug vom Bräutigam?
  • Wie groß sind Braut und Bräutigam?
  • Ist die Braut schlank oder fraulich oder sogar schwanger?
  • Gibt es ein vorherrschendes Thema für die Hochzeit?
  • In welchem Rahmen soll die Hochzeit gefeiert werden?
  • Kann ein Stoffrest vom Brautkleid eventuell als Kordel eingebunden werden?
  • Wenn Sie Autoschmuck oder Blumenschmuck für die Hochzeitskutsche wünschen: Welches Gefährt wird es letztendlich werden?
  • Wenn Sie Raumdekoration und Tischdekoration wünschen: Wie groß ist der Raum? Wie viele Gäste werden erwartet? Wie viele Tische wird es geben?

Schon gewusst? Der Ursprung der Brautstrauß-Tradition

Dass ein Brautstrauß zu einer Bilderbuch-Hochzeit dazu gehört, darüber sind sich wohl die meisten einig. Kein Wunder, denn schon im Mittelalter trat die Braut mit einem Brautstrauß vor dem Traualtar. Doch warum eigentlich? Angeblich hatte der Brautstrauß damals eine wichtige Funktion: Er sollte verhindern, dass die Braut auf dem Weg zum Traualtar ohnmächtig wird. Denn die Luft in den altehrwürdigen Kirchen des Mittelalters war – im wahrsten Sinne des Wortes – oft UMWERFEND: Der Geruch der ungewaschenen, dafür stark parfümierten Hochzeitsgäste vermischte sich mit dem großzügig eingesetzten Weihrauch. Ein wohlriechender Brautstrauß sollte den Weg zum Altar und die Zeremonie angenehmer und für die Braut erträglicher machen.