Kleines Stoff-Lexikon für Brautkleid und Accessoires

Das Rascheln des Stoffes, der Moment, wenn Sie mit Ihren Fingern zum ersten Mal über das Kleid streichen werden, in dem Sie den Bund fürs Leben schließen werden: Der Stoff spielt bei der Auswahl des Brautkleides eine große und wichtige Rolle.

Soll es feine Spitze sein, leichter Chiffon oder glatte Seide? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Stoffe überhaupt? In unserem kleinen Stoff-Lexikon haben wir für Sie die wichtigsten Infos über die gängigsten Stoffe, die bei Brautkleidern verarbeitet werden, zusammengestellt.

Lexikon Stoffe für das Brautkleid
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Seide

Brautkleid aus Seide von Justin Alexander
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... ist eine feine Naturfaser, die aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen wird. Vermutlich wurde sie 3000 v. Chr. in China entdeckt. Seide ist zeitlos hochwertig und dadurch wie geschaffen für ein so einmaliges Ereignis wie eine Hochzeit. Das unnachahmliche Spiel von Licht und Schatten des glänzenden Seidenstoffes ist etwas besonders, was bei Kleidungsstücken, die im Alltag getragen werden, kaum verwendet wird. Besonders reizvoll: Seide bietet bei allen Temperaturen einen angenehmen Tragekomfort – wärmend im Winter und kühlend im Sommer. Sie ist knitterarm, weich und reißfest, aber auch empfindlich.

Man unterscheidet die rustikale Wildseide mit ihren Fadenverdickungen von der feineren, glatteren Taftseide. Diese wesentlich teurere Seide gibt es einfädig und in festerer, doppelfädiger Ausführung, mit einer interessanten Querrippenstruktur.

Besonders großen Größen stehen schlichte Seidenkleider mit weitfallenden Röcken.

Damast

... wird modern auch als „Jaquard“ bezeichnet. Früher sprach man von Damast, wenn ein Muster in die Seide gewebt wurde. Marco Polo brachte diesen bestickten Stoff im 13. Jahrhundert nach Europa. Brautkleider aus Damast sind strapazierfähig und haben einen leicht-schimmernden Glanz.

Samt

... wurde ursprünglich aus Seide gewebt – heute ist er ein Baumwoll-Viskose-Mix. Das kuschelige Gewebe besitzt eine 2 bis 3 mm hohe Haardecke aus senkrecht empor stehenden Fäden. Ideal für ein Brautkleid einer Winterbraut ist diese warme und anschmiegsame Textur. Samt wird auch gern für Boleros verwendet.
Außerdem eröffnen sich interessante Kombinationen: Beispielsweise harmoniert ein samtiges Oberteil mit einem Rock aus Seidensatin wunderbar.